Hersteller-Profil: Van Hoorn Carbide

Van Hoorn Carbide - Strategischer Partner

Vollhartmetallfräser gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen von zahlreichen Herstellern. Steigen allerdings die Ansprüche an Geschwindigkeit, Standzeiten und anwendungsspezifische Individuallösungen, lichten sich rasch die Reihen der am Markt konkurrierenden Produzenten.

 

Das im niederländischen Weert ansässige Unternehmen "Van Hoorn Carbide" versteht sich nicht nur als ein Spezialist für hochqualitative VHM-Schneidwerkzeuge bei Anwendungen in der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung und anderen konventionellen Methoden der Metallbearbeitung, sondern vor allem als individueller Problemlöser. Für die Einhaltung des Firmencredos "Bei uns bekommt der Kunde alles, was er möchte" verbürgt sich CEO Ralph van Hoorn mit seinem Namen. Das gilt ebenso für die Qualität jedes einzelnen Werkzeugs.

Produktionsstätte Van Hoorn Carbide

Die Firmengeschichte: Vom Händler zum Produzenten

Einst 1990 von Vater Peter van Hoorn gegründet, etablierte sich das damals noch unter dem Namen "Van Hoorn Hardmetaal" firmierende Unternehmen zunächst als Händler von Zerspanungswerkzeugen in Deutschland und den Beneluxländern, ehe sich der Betrieb ‘97 zum Produzenten von Verschleißteilen mauserte und wenig später die Produktion des Hartmetallfräsprogramms aufnahm. "Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir mit einem Mann und einer Maschine anfingen", lacht Ralph van der Hoorn, der seit 2006  gemeinsam mit seinem Bruder Patrick die Geschicke des Unternehmens lenkt. Über die Jahre wuchs der Betrieb auf über 100 Mitarbeiter, die zum Großteil in der repräsentativen Zentrale im niederländischen Grenzgebiet, aber auch in den Handelsdependancen in Belgien und China beschäftigt sind. "Unser Ziel war von Anfang an, in die Phalanx der japanischen Anbieter zu stoßen und sie um europäischen Service zu erweitern", erklärt van Hoorn und verweist auf das aktuelle Geschäftsmodell: "Inzwischen produzieren wir zu 90 Prozent Fräswerkzeuge, die wir weltweit in 34 Ländern vertreiben." Während sich Ralph von Hoorn dabei vornehmlich für den Vertrieb, das Marketing sowie Forschung und Entwicklung verantwortlich zeigt, kümmert sich Bruder Patrick um die Finanzen und die IT. 

Das Geheimnis des Erfolgs: Qualität, Innovation und Schnelligkeit

Die Gründe für den Aufstieg und die anhaltende wirtschaftlichen Erfolg des Familienunternehmens sind vielfältig, fußen allerdings allesamt auf dem nimmermüden Perfektionismus des 38-Jährigen Chefstrategen: "Qualität, Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Genauigkeit sind Attribute, die ich in allen Lebenslagen vorlebe und einfordere. Das beginnt beim hier servierten Kaffee, erstreckt sich über die Produktion und endet bei unserem Produkt." Letzteres überzeugt im schwierigen Spannungsfeld zwischen Geschwindigkeit und Standzeit nicht zuletzt durch Schneiden, die mit spezifischen Geometrien und Beschichtungen exakt auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten sind. Aber auch die ideale Schneidkantenbehandlung, die  Beschichtungen und eine Genauigkeit, die weit oberhalb der branchenüblichen Mitte angesiedelt ist, zeichnen Van Hoorn-Produkte aus. Jüngster Meilenstein in der stetig vorangetriebenen Qualitätsverbesserung ist das 2017 eröffnete Beschichtungszentrum. 

Endkontrolle, jedes Werkzeug wird geprüft

Das alles betrachtet Ralph van Hoorn selbst aber lediglich als Fundament: "Natürlich muss ein hochqualitatives Werkzeug die Basis bilden, aber der Fokus liegt auf Innovation und Evaluation. Es gilt, sich im Detail mit der spezifischen Anwendung des Kunden auseinanderzusetzen, um Lösungen für etwaige Probleme zu finden. Oft ist es das Feedback aus dem Markt, das uns zu neuen Ansätzen befähigt, genauso oft ist es aber die Kraft unserer eigenen Vision, die uns zu Neuheiten bringt und damit letztlich ein Problem löst." Vor dem Hintergrund dieser Philosophie ist bereits vor geraumer Zeit das hauseigene Testzentrum in Betrieb genommen worden. "Letztlich ist es eine Mixtur aus Erfahrung, Know-how und Gespür, das bei der Entwicklung neuer Produkte über Erfolg und Misserfolg entscheidet", so van Hoorn weiter. "Aber auch die Fähigkeit, einen Kundenwunsch schnellstmöglich zu bedienen ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal am Markt. Sonderwerkzeuge mit einer Woche Lieferzeit ist heute normal bei uns. Hier ist das von mir angestrebte Ideal von 3 Tagen Lieferzeit noch nicht erreicht, aber wir werden diesen Prozess durch neue Mitarbeiter und Maschinen weiter vorantreiben."

Torge Franke (SARTORIUS) im Gespräch mit Ralph van Hoorn (CEO).

Van Hoorn Produkte über SARTORIUS auf dem deutschen Markt

In Deutschland werden Van Hoorn-Produkte exklusiv über SARTORIUS vertrieben. Bereits seit rund 18 Jahren bilden der niederländische Produzent und der Ratinger Werkzeughändler eine vertrauensvolle Einheit. "Die Zusammenarbeit mit SARTORIUS funktioniert deswegen so gut, weil es wirklich eine Zusammenarbeit ist", freut sich van Hoorn. "SARTORIUS trägt Wünsche, Ideen und Forderungen der Kunden direkt an uns heran. Wenn es nötig ist, fahren wir dann gemeinsam zu den Betrieben, suchen und entwickeln Lösungen." Im engen Schulterschluss ist die deutsch-niederländische Partnerschaft somit ein Garant für die Erfüllung beinahe aller Sonderwünsche, besonders im Bereich der Vollhartmetallfräser.

"Bei uns bekommt der Kunde alles, was er möchte" verbürgt sich CEO Ralph van Hoorn mit seinem Namen.